„Wir müssen vor allem miteinander reden“

Veröffentlicht am 13.11.2017 in Veranstaltungen

Großartige Präsentation junger Menschen in Filderstadt
Eine spritzige und lebendige Diskussion boten sieben jungen Politiker/innen den knapp 30 Zuhörern in der Mensa des Eduard-Spranger-Gymnasiums. Wer die Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Filderstadt versäumt hat, darf sich zu Recht ärgern. Hier wurden neue Wege betreten. Der Jugend wurde der ganze Platz bei der Auseinandersetzung mit der Geschichte eingeräumt. Und die drei Mitglieder des Jugendgemeinderates und der JUSOS machten dies hervorragend: lebendig, engagiert und ermutigend!

Die Moderatorin Nathalie Schönfeld, selbst ehemalige Jugendgemeinderätin und nun Mitglied der SPD-Stadtratsfraktion, hatte die Informations- und Diskussionsveranstaltung genial strukturiert mit Filmeinsprengseln und geschickten Fragen, die schließlich unmittelbare Dispute auslösten und die Veranstaltung noch mehr würzten.

Anlass der Veranstaltung war die Auseinandersetzung mit der Reichspogromnacht von 1938 und den Grundlagen von Rassismus, unsachlichen Verallgemeinerungen und Schuldzuweisungen und der Verlust jeglichen Anstandes bis hin zur Menschenverachtung und zum Völkermord. Nein, hier wurde nicht bloß zurückgeschaut, sondern die Analogien rassistischer, gefährlicher und dümmlicher Verhaltensweisen im bundesdeutschen Alltag rückten in den Vordergrund, als Roşa Ҫelik und Sarmed Munir auch eigene Erfahrungen thematisierten. Immer wieder wurde darauf abgehoben, wie wichtig es sei, dass die Menschen einander begegnen, aufeinander zugehen und miteinander reden müsste. Wer den anderen kennen und schätzen lernt, schafft die beste Basis, sich zu „vertragen“.

(Walter Bauer)

 

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